Im Rahmen des Sommerstudios 2026 Integrated Research and Design II – Edible Cities erkundeten Studierende das Gebiet rund um den Kappelberg in Fellbach bei einer praxisorientierten Urban-Foraging-Exkursion.
Das Studio untersucht, wie eine nahrungsorientierte Perspektive in städtebauliche Planungs- und Entwurfsprozesse einfließen kann – durch die Analyse lokaler Ernährungssysteme, Bürgerbeteiligung und alternativer Visionen für essbare Stadtlandschaften. Obwohl Urban Foraging in der Stadtplanung bislang kaum Beachtung findet, bietet es einen überzeugenden Einstiegspunkt: Es stärkt die Verbindung der Menschen zur Natur, schärft das ökologische Bewusstsein und macht das ungenutzte Potenzial städtischer und stadtnaher Grünflächen sichtbar.
Während der Exkursion diskutierten die Studierenden über die ethischen Grundsätze des Foragings – insbesondere die Verantwortung gegenüber anderen Arten und Ökosystemen. Von bekannten Pflanzen wie dem Löwenzahn (Taraxacum officinale) und dem Gänseblümchen (Bellis perennis) über die Frühjahrsdelikatesse Bärlauch (Allium ursinum) bis hin zu Wildbeeren und zahlreichen weiteren Arten erlebten die Teilnehmenden aus erster Hand, wie Urban Foraging als Baustein einer essbaren Stadt verstanden werden kann.
Wir bedanken uns herzlich bei Herr Helmut Treibel für seine fachkundige Begleitung und sein großzügig geteiltes Wissen.
IRD II 2026: Edible Cities ist ein Masterstudio im Studienprogramm Integrated Urbanism and Sustainable Design (https://www.iusd.uni-stuttgart.de/), das gemeinsam vom Institut für Landschaftsplanung und Ökologie (ILPÖ) und dem Internationalen Stadtbauinstitut (SI-IU) der Universität Stuttgart durchgeführt wird. Das Programm wird von Prof. Leonie Fischer und Prof. Astrid Ley koordiniert.
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