Geschichte

Das Institut blickt auf eine über 50-jährige Entwicklungsgeschichte zurück.

Das Institut für Landschaftsplanung und Ökologie wurde im Jahr 1966 an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung von Prof. Dr. Walter Rossow gegründet. Als einer der bekanntesten Landschaftsarchitekten seiner Zeit nahm er mit seiner proklamatischen Aufforderung „Die Landschaft muss das Gesetz werden“ sehr starken Einfluss auf den Städtebau in Deutschland. Vor diesem Hintergrund entwickelte er neue Methoden der Landschaftsplanung im Sinne einer landschaftsorientierten Entwicklungsplanung, die als Pflichtbestandteil der Ausbildung in das Curriculum des Stuttgarter Architekturstudiums integriert wurden. In der Forschung entwickelte Walter Rossow gemeinsam mit seinen Mitarbeitern erste Landschaftspläne als Pilot- und Modellvorhaben für verschiedene Kommunen in Deutschland.

1975 wurde das Institut von Prof. Dr. Giselher Kaule übernommen und bis zum Jahr 2010 geleitet. In Kooperation mit vielen nationalen und internationalen Kooperationspartnern richtete er das Institut sehr erfolgreich auf Bereiche der naturschutzbezogenen Grundlagenforschung sowie auf die Entwicklung von Methoden der ökologisch orientierten Planung aus. Gemeinsam mit mehreren Instituten der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften gründete er mit dem „Master of Infrastructure Planning“ den deutschlandweit ersten englischsprachigen, international ausgerichteten Postgraduiertenstudiengang im Jahr 1983. Ihm gelang es in Forschung und Lehre das Institut in ein interdisziplinäres Netzwerk einzubinden: universitätsintern, mit der Universität Hohenheim, aber auch bundesweit.

Von 2010 bis 2017 leitete Prof. Antje Stokman das Institut. Gemeinsam mit Dr. Hans-Georg Schwarz von Raumer als Stellvertreter entwickelte sie die beiden eng zusammen arbeitenden Arbeitsgebiete „Landschaftsplanung und ökosystemares Entwerfen“ sowie „Landschaftsanalyse und -modellierung“. Sie hatte sich zur Aufgabe gestellt, an die Leistungen der beiden Vorgänger anzuknüpfen und die Traditionen des Instituts in neuer Form fortzuführen. So bauen beispielsweise die Initiierung des deutsch-ägyptischen Studiengangs „Integrated Urbanism and Sustainable Design“ (IUSD) und das Thema „Geodesign“ auf bestehende Institutsaktivitäten auf. Auch wurde die Zusammenarbeit mit den bestehenden Netzwerken sowie mit der Naturschutz- und Landschaftsplanungspraxis gepflegt. Diese Schwerpunkte wurden mit dem Vertretungsprofessor Dr.-Ing. Jan Dieterle in einer Übergangsphase, nachdem Prof. Antje Stokman an die HafenCity Universität Hamburg für „Architektur und Landschaft“ berufen wurde, weitergeführt.

Zum 1.10.2019 wurde Prof. Dr. Leonie Fischer (Technische Universität Berlin, Bereich Ökosystemforschung/Pflanzenökologie) zur Institutsleiterin ernannt. Ihre aktuellen Schwerpunkte in Forschung und Lehre im Bereich Stadtökologie und Mensch-Natur-Beziehungen wird sie in der neuen Umgebung weiterführen und mit den Traditionen des Instituts im Bereich des Arten- und Biotopschutzes, des Geodesigns und der Landschaftsanalyse und -modellierung verknüpfen. Im Vordergrund steht dabei die Analyse von Mensch-Natur-Beziehungen auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen und deren Integration in nachhaltige Planungsstrategien.

Seit Juli 2017 befindet sich das ILPÖ mit dem Vertretungsprofessor Dr.-Ing. Jan Dieterle in einer Übergangsphase, nachdem Prof. Antje Stokman an die HafenCity Universität Hamburg für „Architektur und Landschaft“ berufen wurde.

Mehr dazu unter "ILPÖ im Übergang".

 

Institut für Landschaftsplanung und Ökologie

Keplerstraße 11, 70174 Stuttgart

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